Studie: Effizienz von Fotovoltaikanlagen noch steigerbar

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in der Solarregion Freiburg brachte es an den Tag: die optimale Ausbeute von Fotovoltaikanlagen kann noch gesteigert werden. Es sind insbesondere Defizite bei wichtigen Anlagenbedingungen wie Standort, Ausrichtung und Neigungswinkel der Solarzellen sowie die Qualität und das Zusammenwirken der technischen Komponenten, die zu deutlichen Ertragseinbußen führen können, meldet die Energieagentur Regio Freiburg, die zusammen mit der Handwerkskammer Freiburg ebenfalls an der Studie beteiligt war. Konsequent umgesetzt, könnten die Erkenntnisse aus dem „umfassendsten Praxistest, der je in Deutschland gemacht wurde“, so der Fraunhofer-Projektleiter Klaus Kiefer, zu einem Effizienzsprung des gesamten Solarmarkts führen.

Grundsätzlich, so die Forscher, ist Fotovoltaik eine ausgereifte Technik. Und doch gibt es in der konkreten Umsetzung einer Anlage Ertragsunterschiede von über 50 Prozent. Mehrere Ursachen sind für die Mindererträge verantwortlich. Zum Einen ist es die Wahl des Standorts der Fotovoltaikanlage. Ein Standort, der im Sommer durch Bäume oder im Winter durch einen flacheren Einstrahlwinkel Verschattungen bringt, beeinträchtigt den Ertrag. Auch die nicht optimale Ausrichtung der Module zur Sonne kann zu Ertragseinbußen führen. Wichtig ist außerdem die Leistungskraft der Module: unterdurchschnittliche Module bringen unterdurchschnittlichen Ertrag. Auch der optimale Wechselrichter und seine Überwachung (um Ausfälle sofort zu identifizieren) sind wichtige Faktoren für die Effizienz der Anlage.

Die Studie brachte aber auch Erfreuliches an den Tag: Die Qualität der Fotovoltaikanlagen hat sich im Laufe der Jahre immer mehr verbessert. Anlagen aus den Solarboomjahren 2002 und 2003 weisen Jahreserträge zwischen 900 und 1 000 Kilowattstunden auf, während die „Pionieranlagen“ aus den Baujahren vor 1999 im Mittel gerade mal 700 Kilowattstunden bringen, so die Forscher. Vor allem das verbesserte Know-how in der gesamten Solarbranche hat in den letzten vier Jahren zur Steigerung der Anlageneffizienz um 17 Prozent geführt.

Künftige Solarbauherren, Handwerker und die gesamte Fachbranche können nach Ansicht von Rainer Schüle von der Energieagentur Regio Freiburg von den Ergebnissen dieser Studie nur profitieren. Deshalb wurden sie in einem Wegweiser zusammengefasst, der bei der Energieagentur Regio Freiburg für 9,50 Euro (plus Versand) erhältlich ist. Die Broschüre heißt „Wegweiser Solarstromanlagen – Anlagenauswertung zur Qualitätssicherung“ und kann unter Telefon 07 61 / 79 17 70 oder www.energieagentur-freiburg.de bestellt werden.

Quelle: Energieagentur Regio Freiburg

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